Lüge, Verdrehung, Manipulation – gängige Hilfsmittel unter Muslime

In den letzten Jahren haben Muslime große Anstrengungen unternommen, um sich zu einer überlegenen Alternative zum Christentum zu machen. Ich befasse ich mich ab und zu mit dem Thema Islam, weil er die Menschen derart an der Nase herumführt, dass ich mich gezwungen sehe, darauf aufmerksam zu machen. Den Anstoß zu diesem Artikel erhielt ich durch eine Broschüre, in der sie behaupten, das Alte Testament würde das Kommen Mohammeds lehren. Hierbei berufen sie sich auf 5.Mose 18,15: »Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören!« und behaupten, dieser Text lehrt eindeutig, dass Mohammed der verheißene Prophet ist und nicht Jesus Christus.

Kleine Exegese zu 5.Mose 18,15

Ein Blick ins Neue Testament, welches sage und schreibe 600 Jahre vor dem Auftreten Mohammeds kanonisiert wurde, beweist unmissverständlich, dass eine nachträgliche Umdeutung des Textes, d.h. der Verweis auf Mohammed anstelle von Jesus Christus absolut unmöglich ist. Das Neue Testament unterstützt nur eine klare Auslegung: Jesus Christus ist der verheißene Prophet. In Johannes 1,21 wird Johannes der Täufer gefragt, ob er der verheißene Prophet ist und er verneinte die Frage der Priester und Leviten. Er ließ die Gelegenheit jedoch nicht ungenutzt und klärte sie über die Identität des gefragten Propheten auf und betont, dass Jesus, das Lamm Gottes, dieser verheißene Prophet ist:

»Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt; dieser ist’s, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist; und ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen…Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Das ist der, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.« Johannes 1,26-27.29-30

Wo immer auch Jesus Christus war, untermauerten Zeichen und Wunder seine Identität, wodurch die Menschen keinen Zweifel mehr darüber hatten, wer er war, denn »als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!« (Johannes 6,14). Nachdem Jesus in den Himmel zum Vater auffuhr, predigte Petrus den Juden in Jerusalem das Evangelium und verkündigte, dass Jesus der verheißene Prophet ist:

»Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird«. Und es wird geschehen: Jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird, soll vertilgt werden aus dem Volk. Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage im Voraus angekündigt […] Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt!« Apostelgeschichte 3,22-24.26

Petrus bestätigt, dass der Prophet, den Gott aus dem jüdischen Volk erwecken würde, Jesus war. Auf einen anderen Propheten mussten sie nicht mehr warten. Darüber hinaus bestätigte auch Stephanus, dass Jesus, der Gerechte, der verheißene Prophet in 5.Mose 18 ist. Denn nachdem Petrus dem Volk in seiner Pfingstpredigt vor Augen gehalten hat, dass Gott genau den, den sie verworfen und gekreuzigt haben, zum Herrn und Christus gemacht hat (Apostelgeschichte 2,36), greift Stephanus in seiner Verteidigung diesen Punkt erneut auf und gibt sich größte Mühe, dass keinem seiner Zuhörer die Tatsache entgeht, dass sie die Propheten getötet haben, die das Kommen des Gerechten angekündigt haben. Und als Jesus, der verheißene Prophet, nun vor ihnen stand, haben sie auch ihn verraten und ermordet:

»Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr! Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten ankündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid — ihr, die ihr das Gesetz auf Anordnung von Engeln empfangen und es nicht gehalten habt!« Apostelgeschichte 7,51-53

Obwohl das Neue Testament unmissverständlich klar macht, auf wen sich diese Verheißung bezieht, nämlich auf Jesus Christus, ignorieren Muslime das Zeugnis der Heiligen Schrift, und behaupten, dass Mohammed, und nicht Jesus, der verheißene Prophet aus 5.Mose 18,15 sein soll. Doch wie gehen Muslime hierbei vor? In der Einleitung der besagten Broschüre lesen wir:

»Wenn wir uns das Leben von Mohammed genauer ansehen, wird schnell klar, dass er genau die gleichen Grundsätze gelehrt hat wie zahlreiche andere Propheten vor ihm.«

Wer mit der Bibel überhaupt nicht vertraut ist, wird sich an dieser Aussage nicht stoßen. Wer jedoch mit der Bibel vertraut ist, dem wird schnell klar, dass Mohammed völlig andere Grundsätze lehrte wie die biblischen Propheten vor ihm.

Die Botschaft biblischer Propheten im Gegensatz zur Botschaft Mohammeds

Halten wir im Hinterkopf, dass der Autor des Korans behauptet, die Bibel wäre von Allah gesandt. Wir lesen im Koran:

»Allah hat den Koran auf dich herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm da war. Er hat früher die Torah und das Evangelium herabgesandt.« Sure 3,3

»Glaubt an den Koran, den er auf Mohammed herabgeschickt hat, und die Bibel, die er früher herabgeschickt hat!« Sure 4,136

»Und wir ließen hinter ihnen her Jesus…folgen, dass er bestätigte, was von der Torah vor ihm da war.« Sure 5,46

»Wir haben doch den Kindern Israel das Alte Testament, Urteilsfähigkeit und Prophetie gegeben.« Sure 45,16 

Obwohl in Sure 6,34.115 Mohammed betont, dass die Worte Allahs (damit ist nach koranischem Verständnis auch die Bibel gemeint) nicht verfälscht werden können, behaupten Muslime, die Bibel wäre verfälscht worden und dass Mohammed niemals etwas gegen die heiligen Propheten im Alten Testament lehrte. Betrachten wir die Hauptbotschaft der biblischen Propheten und vergleichen sie mit der Hauptbotschaft Mohammeds. Jesaja, der zwischen 740 bis 701 vor Christus wirkte, sagte in Jesaja 53 den Tod des Christus voraus; dass man sein Grab bei den Gottlosen bestimmte; dass er im Grab eines Reichen liegen würde; dass Christus sein Leben als Schuldopfer geben wird; dass sein Tod viele Menschen gerecht machen wird, weil er die Strafe für ihre Sünde trägt; dass er als Belohnung die Erlösten als Geschenk erhält, weil er seine Seele dem Tod preisgegeben und die Süden vieler getragen hat:

»Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen war er in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war. Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen. Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen. Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.« Jesaja 53,8-12

Paulus, der um 65 nach Christus enthauptet wurde, bestätigte die Tatsache, dass der Messias, Jesus Christus, wirklich am Kreuz starb:

»Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.« 1.Korinther 15,3-4

Zuletzt betrachten wir noch Johannes, der um 100 n. Chr. auf der Insel Patmos starb und zuvor Offenbarungen empfing, die er im Buch der Offenbarung niederschrieb. Hier spricht Jesus Christus zu ihm:

»Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.« Offenbarung 1,17-18

Die Hauptbotschaft der biblischen Propheten im Alten Testament und der Apostel im Neuen Testament war, dass der Christus stellvertretend für viele starb und die Strafe für ihre Sünden auf sich nahm. Das ist das Evangelium von Jesus Christus. Nun betrachten wir, ob Mohammed dieses Evangelium bestätigte. Er behauptete ja, er wäre gesandt, um all diese Dinge zu bestätigen (Sure 3,3; Sure 4,136; Sure 5,46; Sure 45,16). Mohammed verkündigte im Bezug auf die Hauptbotschaft der biblischen Propheten:

»Sie haben Jesus nicht getötet und nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen ein anderer, so dass sie ihn mit Jesus verwechselten und töteten. Und sie haben Jesus mit Gewissheit nicht getötet.« Sure 4,157

Wie wir sehen können, haben die Propheten aus dem Alten und dem Neuen Testament rein gar nichts mit Mohammed gemeinsam. Mohammeds Lehren und Behauptungen stehen dem Inhalt und der Lehre der biblischen Propheten vollkommen widersprüchlich gegenüber. Wie kann da ein Muslim noch ernsthaft behaupten, dass Mohammed genau die gleichen Grundsätze lehrte wie die anderen Propheten? Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Christentum Mohammed als Propheten ablehnte. Das fiel den Christen damals auch nicht schwer, denn Mohammed lehnte die Prophezeiungen und Lehren der Heiligen Schrift ab. Und so ist Mohammed gezwungen wie die Sekten unserer Tage vorzugehen. Zuerst wird die Bibel als Autorität abgelehnt und dann wird eine neue Autorität über die Bibel gestellt. Die Mormonen lehnen die Bibel als Autorität ab und stellen ihr Buch Mormon über die Bibel. Auch die Zeugen Jehovas lehnen die Bibel als Autorität ab und stellen den Wachtturm über die Bibel.

Desweiteren gehen Muslime davon aus, der verheißene Prophet und der verheißene Messias sind zwei unterschiedliche Personen. Sie schreiben:

»Wer ist dieser Prophet? Jesus kann nicht gemeint sein, da er als Messias bezeichnet wird.« 

Von dieser Unterscheidung jedoch weiß die Heilige Schrift nichts. Ganz im Gegenteil, denn wie wir bereits in der Apostelgeschichte gelesen haben, ist Jesus sowohl der verheißene Prophet als auch der verheißene Messias. Muslime ziehen diese Behauptung lediglich heran, um Mohammed auf Biegen und Brechen irgendwie in die Bibel hineinzuinterpretieren. Diese Vorgehensweise hat auch einen Namen – sie wird »Eisegese« genannt. So bezeichnet man eine Textauslegung, bei der etwas in den Text hineininterpretiert wird, das nicht darin steht oder gemeint war. Das Gegenteil davon ist die »Exegese«, bei der herausgelesen wird, was ein Text vermittelt. John Wesley trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er schreibt:

»Die Heilige Schrift kann so verdreht werden, dass sie nur zum Zwecke eigener Interessen dient. Jeder Text wird sehr leicht in seiner wahren Bedeutung verändert, wenn man ihn ohne die Verse davor und danach zitiert. Dadurch scheint es, ein Text habe eine bestimmte Bedeutung. Wenn aber die Bedeutung des Textes durch die Berücksichtigung der Verse davor und danach klarer wird, kann der zitierte Text in Wirklichkeit das Gegenteil dessen bedeuten, wovon man ursprünglich ausgegangen ist.« 

Demnach genügt es, dass man Verse ohne ihren Kontext zitiert, um eine fremde Bedeutung in einen Vers hineinlesen zu können. Und genau diese Vorgehensweise gebrauchen Muslime wieder und wieder in ihren Argumentationen. Die folgenden Beispiele, in denen man sich auf christliche Gelehrte beruft, veranschaulichen das.

Das Zitat von James L. Dow

Muslime stellen die Behauptung auf, dass alle »Beweise« eindeutig zeigen würden, dass Mohammed der verheißene Prophet ist. Unter »Beweisen« verstehen Muslime lediglich eine Auswahl an »Ähnlichkeiten« wie zum Beispiel die natürliche Geburt, das Verheiratetsein, Kinder, Prophetentum im Alter von 40 Jahren, erzwungene Migration von Feinden, zunächst abgelehnt dann akzeptiert, Staatsmann, mit Gesetz gekommen, Militärführer, Vereinigung verschiedener Stämme zu einem Stamm, Sieg über Feinde, natürliche Todesursache, rief die Menschen auf Gott allein zu dienen. In der Broschüre »Mohammed in der Bibel« wird an dieser Stelle ein gewisser James L. Dow zitiert, dessen Zitat der Argumentation mehr Glaubwürdigkeit verleihen soll. Das Zitat lautet:

»Der einzige Mann in der Geschichte, der nur ansatzweise mit Mose vergleichbar ist, ist Mahomet.«

Ich habe mir das Buch gekauft, um in Bezug auf das Zitates mehr Informationen zu erhalten und es hat sich gelohnt. Wären die Muslime ehrlich, würden sie mehrere Dinge hinsichtlich des Buches und James L. Dow zugeben müssen:

a) der Collins Verlag, der das Buch veröffentlichte, ist kein christlicher Verlag.
b) James L. Dow war kein Christ gemäß dem, was er zwischen den Seiten 278-290 seines Wörterbuches über Jesus sagt (auf Seite 288 sagt er: »Jesus bezeichnete sich niemals als Messias«) Ein Blick in Johannes 4,26 widerlegt diese Behauptung, denn Jesus offenbart sich als Messias. Sogar Muslime bestätigen, dass Jesus der Messias ist.
c) James L. Dow sah in Golgatha, dem Kreuzestod von Jesus, nicht das heilige Evangelium.
d) James L. Dow leugnet durch seine Aussagen über Jesus, dass er mehr als nur ein normaler Mensch ist. Für ihn war Jesus nur ein äußerst redegewandter und unglaublich anziehender Lehrer, der es verstand, Menschen mit seinem Sympathie und seinem äußerst anziehenden Blick zu gewinnen. Es wird kein Wort über seine Göttlichkeit erwähnt.
e) James L. Dow leugnet viele Wunder Gottes in der Bibel und reduziert diese auf erklärbare Naturereignisse.
f) James L. Dow lehnt die Inspiration und die Autorität der Heiligen Schrift ab.

Wenn wir diese Punkte berücksichtigen, scheidet James L. Dow als christlicher Gelehrter sofort aus. Auch aus dem Kontext des Zitates wird nicht klar gesagt, weshalb er zu dieser Ansicht kommt. Weshalb stützen sich Muslime dann auf die Aussage von James L. Dow? Weil sie davon ausgehen, dass niemand sich die Mühe macht solche Aussagen (oder die Person, die die Aussage macht) genauer zu überprüfen. Indem Muslime so vorgehen, beweisen sie, dass es ihnen völlig egal ist, woher sie ihre Zitate bekommen, solange sie nur etwas zitieren können, was ihre Behauptungen irgendwie zu bestätigen scheint. Betrachten wir nun die aufgestellten Kriterien. Sind jene Kriterien, die Muslime aufzählen, wirklich genau die Kriterien, die den verheißenen Propheten, der »wie Mose« sein wird, genau identifiziert können?

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Der verheißene biblische Prophet zeichnet sich keineswegs durch die hier aufgelisteten Kriterien aus. Es ist die Heilige Schrift selbst, die uns die Kriterien zeigt. Das gleiche Buch, das den Propheten (wie Mose) verheißt, zeigt uns auch die gewünschten Kriterien:

»Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der HERR kannte von Angesicht zu Angesicht, in all den Zeichen und Wundern, zu denen der HERR ihn gesandt hatte, dass er sie im Land Ägypten tun sollte an dem Pharao und an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Land; und in all den gewaltigen Handlungen und all den großen und furchtgebietenden Taten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel.« 5.Mose 34,10-12

Um als Prophet, der wie Mose ist, in Frage zu kommen, muss dieser Prophet den HERRN von Angesicht zu Angesicht kennen, Zeichen und Wunder wirken und das nicht im Verborgenen, sondern vor den Augen von ganz Israel. Mohammed kannte den HERRN nicht von Angesicht zu Angesicht und wirkte keine Zeichen und Wunder vor den Augen von ganz Israel. Der einzige Mann in der Geschichte, der wirklich mit Mose vergleichbar ist, ist Jesus Christus.

Das Zitat von William Graham Scroggie

Auch das nächste Zitat, welches sich auf einer Internetseite zeigt uns, zu was ein Muslim bereits ist, um seine Religion u zu verbreiten. Wir werden gleich Zeuge, wie sie mit voller Absicht einen Text aus seinem Kontext reißen und dem Zitat etwas hinzufügen, was im Original nicht vorkommt. Ironischerweise wird das Zitat sogar noch von einem Bibelvers (5.Mose 4,2) aus dem Alten Testament eingeleitet, der uns verbietet, dem, was Gott befohlen hat, etwas hinzuzufügen und davonzutun. Das Zitat wird herangezogen, um zu beweisen, dass die Bibel nicht das Wort Gottes sein kann. Unter der Überschrift »Christliche Gelehrte geben Widersprüche in der Bibel zu« lesen wir:

»Ja, die Bibel ist menschlich, obgleich einige dies aus Enthusiasmus, der nicht mit Wissen gleichzusetzen ist, geleugnet haben. Diese Bücher sind in den Köpfen von Männern entstanden, wurden in der Sprache von Männern geschrieben, wurden mit den Händen von Männern aufgeschrieben und tragen den Stil der Eigenschaften von Männern […] Sie sind menschlich, nicht göttlich

Dieses Zitat erregte meine Aufmerksamkeit, denn William G. Scroggie ist mir als Pastor des Metropolitan Tabernacle in London zur Zeit des zweiten Weltkrieges bekannt. William G. Scroggie war ein bibeltreuer Christ, der keineswegs lehren würde, die Bibel würde sich widersprechen. Die Muslime müssen also das Zitat manipuliert haben. Den originalen Wortlaut von William G. Scroggie können wir hier nachlesen. Der farbig markierte Teil stellt dabei den Teil dar, den die Muslime in ihrer Argumentation zitieren. Den restlichen Text ignorieren sie. Und genau durch das Weglassen dieses Textes wird das Zitat in seiner Bedeutung manipuliert:

»Sie ist menschlich, dennoch göttlich. Ja, die Bibel ist menschlich, auch wenn einige aus Eifer, der nicht gemäß der Erkenntnis ist, dies abgelehnt haben. Diese Bücher sind durch die Köpfe der Menschen gegangen, sind in der Sprache der Menschen geschrieben, wurden durch die Hände der Menschen niedergeschrieben und tragen den Stil und die Eigenschaften von Menschen. Christus sagte »Einen Leib hast du mir bereitet« (Hebräer 10,5). Der Körper war nicht Christus, jedoch hätte sich Christus ohne einen Leib nicht offenbaren können. Der Christus war göttlich, aber sein Leib war menschlich. So wie bei der Fleischwerdung, so auch bei dem geschriebenen Wort. Der Geist ist göttlich, aber die Form jedoch menschlich. Dem Gedanken Gottes wurde ein Körper in der Sprache der Menschen gegeben. Die Formen menschlicher Ausdrücke sind überall deutlich erkennbar. Die Schriften wurden nicht alle in eine Form gebracht; sie bestehen aus Geschichte, wie in den Königen; aus Weisheit, wie in den Sprüchen; aus Drama, wie in Hiob; aus Poesie, wie in den Psalmen; aus Apokalypse, wie in der Offenbarung; und aus Ethik, wie in Jakobus. Diese sind Formen menschlicher Gedanken und Ausdrücke und die Bibel folgt ihnen. Und egal wo wir uns hinwenden in dieser Bücherei, wir treffen auf Persönlichkeit und Stil. Paulus ist Paulus, Johannes ist Johannes und niemand hätte sich die Schriften dessen vorstellen können, die aus der Feder des anderen kommen. Wenn Gott den Menschen eine Offenbarung gab, verletzte er ihre menschliche Persönlichkeit und ihren Stil nicht, sondern er machte eher Gebrauch von davon. Und doch ist die Bibel in gewisser Hinsicht menschlich. Nicht nur, dass sie zu uns durch Menschen kam, sondern sie handelt auch nur von Menschen – große Menschen, fehlbare und sich irrende Menschen. Abram log, David begehrte und Petrus fluchte – das ist menschlich genug. Die Bibel erzählt nicht in menschlicher Sprache die Geschichte der Engel, sondern der Menschen, deswegen wird sie wie kein anderes Buch von Menschen gelesen und das erklärt auch ihre Verbreitung und ihre Kraft. Die Bibel ist wirklich ein menschliches Buch.  Und doch ist es göttlich. Ungeachtet der Sprache, des Stils und der Thematik ist dieses Buch mehr als menschlich. Es gibt noch andere große Bücher in der Welt, aber keines ist mit diesem vergleichbar, weil kein anderes göttlich ist. Es gibt hier Gedanken, die sich kein menschlicher Verstand jemals ausdenken könnte, und Vorhaben, die kein menschlicher Wille jemals hätte ausführen können. Selbst die Sünde des Menschen und der Mensch, als Sünder, werden nicht von der menschlichen Seite betrachtet, sondern von der göttlichen. Die Geschichte selbst erweist sich in diesen Seiten nicht als Anhäufung zufälliger Ereignisse, sondern als Gottes Plan. Wenn die einzigartigen Herrlichkeiten dieser Offenbarung nicht durch menschliche Schatten abgeschwächt worden wären, hätten wir sie anblicken und leben können? Und die Schatten ohne die Herrlichkeiten hätten uns nur zur Verzweiflung getrieben. Aber beides ist vor uns. Die Bibel ist göttlich, denn sie ist die Stimme Gottes, und sie ist menschlich, denn sie ist in der Sprache der Menschen, und so wie Fleisch zu Geist ist, so ist Sprache zu dem Gedanken.«

William G. Scroggie ist sehr deutlich in seiner Darlegung. Liest man sie vollständig, versteht man was er sagen möchte. Man kann ihn gar nicht missverstehen. Blendet man jedoch den Text um das Zitat herum aus, kann man ihn manipulieren. Dass die Muslime den Text aus dem Englischen auch noch falsch übersetzt haben, ignoriere ich jetzt einmal. Doch das ist noch nicht alles. Am Ende des verfälschten Zitates fügen die Muslime die Worte »nicht göttlich« ein. Diese Worte finden sich nicht im Original. Im Original lesen wir »Und doch ist es göttlich.« Muslime manipulieren demnach zum einen das Zitat und lügen zum anderen, was den echten Wortlaut angeht.

Das Zitat aus dem Peake’s Commentary on the Bible

Das nächste Zitat finden wir ebenso auf derselben Internetseite. Es soll nach den Muslimen auf Seite 633 im Peake’s Commentary on the Bible von Arthur Peak auffindbar sein:

»Es ist wohlbekannt, dass das ursprüngliche Evangelium anfänglich mündlich weitererzählt wurde und dass diese Art der Überlieferung in einer Vielfalt von Erzählungen von Worten und Taten resultierte. Es ist gleichermaßen wahr, dass der christliche Bericht, als er schriftlich festgehalten wurde, noch immer Gegenstand der verbalen Variationen blieb. Unwillkürlich und unabsichtlich, durch die Hände der Schreiber und Herausgeber.«

Das kuriose bei dem Zitat ist, dass ich es in dem Kommentar nicht finden konnte, weder auf Seite 633 noch auf einer anderen Seite. Also habe ich den Betreiber der Seite kontaktiert und ihn gebeten, mir zu helfen, das Zitat in dem Kommentar wiederzufinden. Der Betreiber jedoch interessierte sich überhaupt nicht für meine Bitte um Hilfe und stellte mir eine Gegenfrage: »Bist du geborener Muslim, konvertiert oder Nicht-Muslim?« Als ich verneinte ein Muslim zu sein, schrieb er: »Tut mir leid, da kann ich dir auch nicht weiterhelfen.«

Das Beispiel soll zeigen, wie Muslime Zitate verdrehen, verfälschen und erfinden. Auf die anderen Zitate der Muslime gehe ich nicht ein, da sie meist von Personen stammen, die dem christlichen Glauben und der Autorität der Heiligen Schrift äußerst feindlich gegenüberstehen. Mein Bestreben ist lediglich zu zeigen, dass Lüge, Verdrehung und Manipulation willkommene Hilfsmittel für Muslime darstellen, wenn es darum geht Menschen für den Islam zu gewinnen und den christlichen Glauben und die Autorität der Heiligen Schrift anzugreifen. So zeigt sich, dass Muslime keineswegs ehrenhaft und aufrichtig sind. Sie lehnen es ab an die Wahrheit zu glauben. Sie haben, wie die Pharisäer damals, die Christus hassten und ablehnten, den Teufel zum Vater, denn was dieser begehrt, wollen sie auch tun. Der Teufel war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn der Teufel die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben (vgl. Johannes 8,44).

»Wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, 
sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir 
vor dem Angesicht Gottes in Christus.« 
2.Korinther 2,17

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