Johannes 3,16

οὕτω γὰρ ἡγάπησεν ὁ Θεὸς τὸν κόσμον ὥστε τὸν υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογενῆ ἔδωκεν ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν μὴ ἀπόληται ἀλλ᾿ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον

EINLEITUNG

Jeder, der die Bibel nur oberflächlich liest, wird sie auch oberflächlich verstehen. Genauso wenig, wie man aus einem oberflächlichen Betrachten der Bibel keine tiefgründigen Einsichten und Erkenntnisse erhalten kann, genauso wenig wird ein tiefgründiges Betrachten der Bibel nur zu oberflächlichen Einsichten und Erkenntnissen führen. Eine Irrlehre entsteht, (1) wenn der Leser sich nicht eingehend mit den zitierten Aussagen auseinandersetzt und (2) wenn der Leser über die Verwendung bestimmter griechischer Worte, zwiespältige Formulierungen und unklare Ausdrücke keine Erkenntnis besitzt. Ein paar Beispiele sollen die Problematik der oberflächlichen Interpretation vieler Leser aufzeigen. In Johannes 3:16 sind sich die meisten Leser sicher, dass sich der Ausdruck „Welt“ (gr. kosmos) auf „alle Menschen auf der Erde zu allen Zeiten“  bezieht.

Die meisten Menschen, wenn sie gefragt werden, ob sie wissen was in Johannes 3:16 steht, können unverzüglich den Wortlaut dieses Verses zitieren: „Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ Doch wenn jene Menschen gefragt werden, ob sie wissen was in Johannes 3:14-15 steht, kann man in der Regel anhand der Gesichtszüge der gefragten Person erkennen, dass sie sich nicht bewusst sind, was in diesen Versen gesagt wird. Johannes 3:16 gehört zu den am häufigsten aus dem Kontext gerissenen Versen und zu den Versen, die dadurch entstellt und verdreht werden. Nachdem wir den Kontext und den Grundtext betrachtet haben, werden wir sehen, dass Johannes 3:16 nicht wirklich das bedeutet, was man in der Regel als Bedeutung annimmt.

DIE BEHAUPTUNG WAS JOHANNES 3:16 BEDEUTET

Johannes 3:16 wird immer dann zitiert, wenn man jemand zeigen möchte, dass Gott ihn liebt. Wenn jemand nicht glaubt, dass Gott ihn liebt, dann zeigt man ihm Johannes 3:16 und zitiert „Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt“. Dann geht man weiter und sagt, dass der Ausdruck „die Welt“ sich auf jeden einzelnen Menschen bezieht. Es gibt also keinen Menschen, den Gott nicht liebt. Dann wird gern behauptet: „Gott liebt den Sünder und hasst nur die Sünde!“.

DIE WIRKLICHE BEDEUTUNG VON JOHANNES 3:16

Jeder aber, der mit der Lehre der Bibel vertraut ist, wird leicht das Klischee in einer solchen Argumentation erkennen und die verdrehten Punkte darin aufzeigen können. Johannes 3:16 wird herangezogen, wenn man jemanden beweisen möchte, dass Gott ihn und die ganze Welt liebt. Der eifrige Student der Bibel wird jedoch merken, dass Johannes 3:16 nicht lehrt, dass Gott die Welt liebt – alle Menschen – und deswegen seinen Sohn für sie hergab, sondern Johannes 3:16 zeigt die Art und Weise, wie Gott mit einer bestimmten Gruppe von Menschen auf der Welt umgeht.

1. BETRACHTUNG – γὰρ

Johannes 3:16 ist im griechischen Grundtext kein allein stehender Satz. In unserer Deutschen Übersetzung beginnt der Vers 16 mit der Konjunktion „denn“, dass dem gr. γὰρ entspricht. Im Griechischen steht eine Konjunktion nicht am Satzanfang, sondern stets an zweiter Stelle:

οὕτω γὰρ ἡγάπησεν ὁ Θεὸς τὸν κόσμον ὥστε τὸν υἱὸν αὐτοῦ τὸν μονογενῆ ἔδωκεν ἵνα πᾶς ὁ πιστεύων εἰς αὐτὸν μὴ ἀπόληται ἀλλ᾿ ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον

Eine Konjunktion (von lat. coniunctum > con = „zusammen“ + iungere = „verbinden“) ist in der Grammatik ein Bindewort, das Sätze oder Satzglieder miteinander verbindet. Man verwendet es auch für die Verknüpfung von Aussagen.

2. BETRACHTUNG – οὕτω

Und da Johannes 3:16 mit einer Konjunktion beginnt, heißt das für uns, dass der Gedanke in Vers 16 untrennbar an die Verse zuvor gebunden ist. Und bei einer Interpretation von Vers 16 müssen unbedingt die vorhergehenden Verse berücksichtigt werden, da man sonst den vollen Gedankengang nicht erfassen wird. Und an dieser Stelle versagen die meisten Menschen den korrekten Sinn von Johannes 3:16 zu erfassen, denn sie trennen Vers 16 von seinem natürlichen Kontext, ohne welchen Johannes 3:16 eine andere Bedeutung bekommt, wie wenn man den Vers in seinem Kontext liest. Und da die überwiegende Mehrheit keine Kenntnis darüber hat, was in Johannes 3:14-15 steht, ist es allzu logisch, warum diese Mehrheit nicht sieht, dass Johannes 3:16 falsch verstanden wird. Der Kontext, mit dem Vers 16 fest verbunden ist, ist Johannes 3:14-15.

14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Einen der ersten Fehler, den man bei der gegenwärtigen Übersetzung und Interpretation von Johannes 3:16 erkennen muss, ist, dass man im Grundtext die Formulierung „so sehr“ nicht vorfindet. Und obwohl wir die Formulierung „so sehr“ nicht im Grundtext von Johannes 3:16 finden, finden wir diese Formulierung [ohne jegliche Rechtfertigung] entweder direkt in der Bibelübersetzung oder in einer Fußnote, die behauptet, dass die Übersetzung „so sehr“ möglich ist:

ELBERFELDER 2006
Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

HOFFNUNG FÜR ALLE
Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.

GUTE NACHRICHT
Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.

EINHEITSÜBERSETZUNG
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

NEUES LEBEN
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.

SCHLACHTER 2000
Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Hätte Jesus sagen wollen, dass Gott so sehr die Welt geliebt hat, dass er aus Liebe zur Welt seinen Sohn hergab, dann hätte Jesus das griechische Wort τοσοῦτος verwendet, denn dies hat die Bedeutung „so sehr, so viel, so groß, so lang“. Doch Jesus verwendete das gr. οὕτω, welches ausschließlich die Bedeutung „so, auf diese Weise, folgendermaßen“ hat. Es kommt 213-mal in 206 Versen im Neuen Testament vor und an allen diesen 206 Stellen trägt οὕτω immer ein und dieselbe Bedeutung „so, genauso, ebenso, auf diese Weise, folgendermaßen“. Das gr. οὕτω bezieht sich nicht das Ausmaß, sondern auf die Art und Weise. Das ist ein unbestreitbarer Fakt in der griechischen Sprache und zeigt sich ebenso in der Verwendung im Neuen Testament. In Matthäus 1:18 heißt es z.B. „Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise (gr. οὕτω): Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.“ Es spielt keine Rolle, ob ich an dieser Stelle mit „so“ oder mit „folgendermaßen“ übersetze, der Sinn bleibt immer derselbe. Doch der Ausdruck „so sehr“ wäre hier völlig fehl am Platz und ergäbe auch gar keinen Sinn, wenn es heißen würde: „Die Geburt Jesu Christi aber geschah so sehr: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.“ So verhält es sich ebenfalls mit allen restlichen 205 Versen. In keinen der Verse würde rein logisch die Formulierung „so sehr“ passen, während aber die Formulierungen „so, auf diese Weise, folgendermaßen“ untereinander austauschbar wären. So erhoffe ich dem Leser zu zeigen, dass nur durch die Nichtbeachtung des griechischen Grundtextes eine falsche Auslegung stattfindet.

Im Kontext von Johannes 3:16 (d.h. in Vers 14-15), finden wir ebenfall das gr. οὕτω in Vers 14. Und mit diesem ersten οὕτω ist das zweite οὕτω aus Johannes 3:16 gedanklich verbunden. Um den zusammengehörenden Gedankengang besser erfassen zu können, werde ich Johannes 3:14-16 verändert darstellen. Der Hauptsatz ist in „fett“ und der Nebensatz in „kursiv“ dargestellt:

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte,
so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
          (damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat,)
denn so hat Gott die Welt geliebt,
          (dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.)

Um diese Passage nun korrekt auslegen zu können, müssen wir sehr viele Gedanken im Hinterkopf behalten. Zuerst müssen wir die Begebenheit aus 4Mo 21:1-9 berücksichtigen.

Und als der Kanaaniter, der König von Arad, der im Negev wohnte, hörte, dass Israel auf dem Weg nach Atarim heranzog, kämpfte er gegen Israel und führte Gefangene von ihm weg. Da legte Israel ein Gelübde ab vor dem Herrn und sprach: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken! Und der Herr erhörte die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand , und Israel vollstreckte an ihnen und an ihren Städten den Bann, und man nannte den Ort Horma. Da zogen sie vom Berg Hor weg auf dem Weg zum Roten Meer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Aber das Volk wurde ungeduldig auf dem Weg. Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser, und unsere Seele hat einen Ekel vor dieser elenden Speise! Da sandte der Herr Seraph-Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, sodass viel Volk in Israel starb. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose bat für das Volk. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine Seraph- Schlange und befestige sie an einem Feldzeichen; und es soll geschehen, wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben! Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an dem Feldzeichen; und es geschah, wenn eine Schlange jemand biss und er die eherne Schlange anschaute, so blieb er am Leben.

Wieder einmal murrte das Volk gegen Gott und gegen Mose. Das Volk Israel war ein rebellisches Volk, das keinen Tag lang ohne Murren, Zweifeln, Unglauben und Ungehorsam seinen Weg mit Gott gehen konnte. Gottes Geduld wurde durch die Israeliten wie bei keinem anderem Volk derart auf die Probe gestellt, dass sich Gottes Zorn mehrfach und katastrophal gegen das Volk richtete auf dem Weg ins verheißene Land. Fast ununterbrochen entlud sich Gottes Grimm wegen der vielen Sünden und Widerspenstigkeiten seines Volkes über seinem Volk wie ein Sturm. Tausende Menschen wurden ausgelöscht, der Boden öffnete sich und verschlang ganze rebellische Familien, Feuer fiel vom Himmel und verzehrte gottlose Priester, die sich weigerten auf Gott zu hören, die Geschichte des Volkes Israel ist gekennzeichnet von Ungehorsam und Übertretungen. Und nun, in 4Mo 21 angekommen, murrt das Volk wieder einmal gegen Gott und erregt seinen gerechten und heiligen Zorn. Dieser Zorn entbrannte und Gott sandte Seraph-Schlangen (hebr. saraph = „wie brennend [durch die Wirkung des Giftes]“), die das Volk zu Tode gebissen haben. Die Schlangen waren Gottes Ausdruck dafür, dass die Israeliten genau das verdient haben. Durch ihr Verhalten und ihren ständigen Ungehorsam hatten sie es nicht verdient von Gott geliebt und belohnt zu werden. Viel eher war es gerecht, dass Gott seinen Zorn erwiesen hat und so den Menschen auf dramatische Weise gezeigt hat, welchen Lohn sie für ihre Sünden erhalten würden bei dem Gott aller Gerechtigkeit. Doch das Volk wird nicht ganz ausgerottet. Das Volk bat (oberflächlich) um Vergebung (wie es sich später zeigt), und Mose schrie zu Gott. Dieser gab Mose Befehl eine eherne Schlange zu machen und sie an einem Stab zu erhöhen, so dass sie alle sehen konnten. Gott sprach zu Mose, dass jeder, der auf sie beständig sieht, am Leben bleibe, auch wenn er gebissen worden ist. Diese eherne Schlange war Ausdruck für Gottes Liebe. Eine Liebe, die sich nicht auf dem Verhalten des Volkes Gottes gründete, sondern allein auf dem Wesen Gottes. Es gab nichts in dem Volk Israel, dass jemals Gottes Liebe erregt, erzeugt oder stimuliert hätte. Das einzige, was die Israeliten in Gott erregten, erzeugten und stimulierten, war sein gerechter und heiliger Zorn. Das ist eine große Wahrheit und selten finden wir die Art und Weise, wie Gott liebt, so herrlich veranschaulicht als eben hier in 4Mo 21:1-9. Gottes Liebe wurde dem auserwählten Volk (d.h. die Israeliten) zuteil, obwohl das Volk seine Liebe weder verdiente noch erregte.

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte,
so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, […]
denn so hat Gott die Welt geliebt, […]

Mit anderen Worten: „Ebenso wie Mose schon in der Wüste die Schlange erhöhte, genauso (d.h. auf dieselbe Weise) muss der Christus erhöht werden, denn genauso (d.h. auf dieselbe Weise) hat Gott die Welt geliebt“. Fassen wir alles bisherige noch einmal zusammen:

(1) Das „so“ in Johannes 3:16 bezieht sich also auf das „so“ in Johannes 3:14. Jesus vergleicht demnach die „Art“ der rettenden, erlösenden und beschützenden Liebe, die dem widerspenstigen, rebellischen und ungehorsamen „Volk“ in der Wüste zuteil wurde, mit der rettenden, erlösenden und beschützenden Liebe, die eben auf dieselbe Weise einer widerspenstigen, rebellischen und ungehorsamen „Welt“ zuteil wurde. War Gottes Liebe bedingungslos und unverdient damals (d.h. in 4Mo 21:1-9), würde sie auch bedingungslos und unverdient jetzt (d.h. in Joh 3:16) sein. Johannes 3:16 ist ehrfurchtgebietend und furchterregend wenn man bemerkt, dass in beiden Fällen (4Mo 21:1-9 und Johannes 3:16) Gottes rettende und erlösende Liebe allein den Auserwählten Gottes gegeben wurde. Der Rest der Welt, der um die Israeliten herum war, kam nicht in den Genuss einer solch außergewöhnlichen Demonstration von göttlicher Liebe.

(2) Es heißt nicht, dass Gott aus „Liebe zu dem Volk“ in der Wüste die eherne Schlange erhöhen ließ, sondern er erhöhte die eherne Schlange aus einer bedingungslosen (d.h. nicht an die Menschen gebundene) Liebe heraus, die den Empfänger zutiefst demütigt, weil er anerkennen muss, dass sie unverdient ist. Nur jene Israeliten, die von dieser Wahrheit überführt worden sind, blickten beständig auf die eherne Schlange, während die anderen, die sich weigerten zu gehorchen, auf ewig verloren gingen.

(3) Genauso heißt es nicht, dass Gott aus „Liebe zu der Welt“ seinen Sohn erhöhen ließ, sondern er erhöhte seinen Sohn aus einer bedingungslosen (d.h. nicht an die Menschen gebundene) Liebe heraus, die den Empfänger zutiefst demütigt, weil auch er anerkennen muss, dass diese Art von Liebe unverdient ist. Nur diejenigen, die dem Sohn Gottes glauben, sind von dieser Wahrheit überführt worden und blicken daher ständig auf Christus, aber diejenigen, die sich weigern dem Sohn Gottes zu glauben, gehen auf ewig verloren.

(4) Dass Gott einer bestimmten Gruppe von Menschen seine unverdiente und bedingungslose Liebe zukommen lässt, „…bedeutet nicht, dass Gott das Treiben der Menschen für gut erachtet, sondern das Gott wohlwollende Gefühle für sie hatte oder ernstlich nach dem Wohl des Menschen verlangt. Gott hasst Gottlosigkeit und dennoch wünscht sich das Wohlergehen der sündhaften Menschen. Ein Elternteil mag sein Kind lieben und wünscht ihm Wohlergehen und kann trotzdem aufs stärkste dem [gottlosen] Verhalten des Kindes entgegengesetzt sein. Wenn wir das [gottlose] Verhalten des Kindes für gut heißen, ist dies nur eine selbstgefällige Liebe. Wenn wir aber einfach nur dem Kind Zufriedenheit wünschen, dann ist dies die Liebe des Wohlwollens.“ (Albert Barnes). Diese Art von Liebe kann nur aus Gottes Wesen oder Charakter hervorströmen und kann niemals von dem, was ein gottloser und ungehorsamer Sünder ist, hervorgerufen werden.

3. BETRACHTUNG – κόσμος

Der Begriff κόσμος (kosmos) vermittelt auf den ersten Blick die Bedeutung „alle Menschen, die ganze Welt“. Die überwiegende Mehrheit der Menschen lesen Joh 3:16 so:

Denn so [sehr] hat Gott die ganze Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Denn so [sehr] hat Gott alle Menschen geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Eine genaue Betrachtung über die Verwendung des gr. κόσμος im Neuen Testament selbst wird uns allerdings zeigen, dass schwere Widersprüche in der Bibel entstehen, wenn κόσμος an allen Stellen der Bibel „die ganze Welt“ im Sinne von „alle Menschen“ bedeuten soll. Betrachten wir zuerst die Definition von κόσμος:

1) eine geschickte und harmonische Anordnung oder Einrichtung; Ordnung; Regierung

2) Ornament; Dekoration; Verzierung; Schmuck z.B. die Anordnung der Sterne, „das himmlische Heer“ als Schmuck des Himmels 

1Pet 3:3 „Euer Schmuck (κόσμος) soll nicht der äußerliche sein…“

3) die Welt; das Universum

4) der Erdkreis; die Erde

5) die Einwohner der Erde; Menschen; die menschliche Familie

6) die gottlose Menge; die ganze Menge der Menschen, die von Gott entfremdet und deswegen feindlich den Angelegenheiten von Christus gesinnt sind

7) Angelegenheit des Lebens; die Gesamtmenge irdischer Dinge

a) der ganze Kreis irdischer Güter; Ausstattungen; Reichtümer; Vorzüge; Vergnügungen usw., die, obwohl sie leer und hinfällig und vergänglich sind, die Begierden erregen und von Gott weg verleiten und ein Hindernis für die Absichten des Christus sind

8) eine beliebige Gruppe;  eine allgemeine Sammlung von Einzelheiten jeglicher Art

a) nur die Heiden (als Gegenstück zu den Juden )

Röm 11:12 „Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt ist…“

b) nur die Gläubigen 

Joh 1:29 „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“
Joh 3:16 „Denn so hat Gott die Welt geliebt…“
Joh 3:17 „…damit die Welt durch ihn gerettet werde…“
Joh 6:33 „…das Brot Gottes…[das] der Welt Leben gibt…“
Joh 12:47 „…ich bin…gekommen…damit ich die Welt rette…“
2Kor 5:19 „…weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte…“

Der Begriff κόσμος hat also wirklich eine Vielzahl von Bedeutungen und die beispielhaften Bibelstellen demonstrieren wunderschön, dass sich die korrekte Bedeutung des gr. κόσμος stets durch den Kontext ergibt. Und weil viele nicht gewohnt sind die korrekte Bedeutung aus dem Kontext zu erfahren, möchte ich noch ein paar ausgewählte Beispiele benutzten, um dem Leser zu zeigen, wohin wir kommen, wenn wir dem gr. κόσμος stets ein und dieselbe Bedeutung geben (z.B. alle Menschen). Wenn das gr. κόσμος stets nur diese eine Bedeutung hat, dann werden tatsächlich auch „alle Menschen“ mit Gott versöhnt und brauchen nicht länger das Endgericht fürchten. Denn dann würde die Bibel „Allversöhnung“ lehren – die Versöhnung aller gefallenen Kreaturen im Himmel und auf der Erde.

1. Beispiel: 2Kor 5:17-19 (würde Allversöhnung lehren):

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!
18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat;
19 weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.

Lehrt die Bibel wirklich, dass Gott die Welt mit sich selbst versöhnte? Nein, dass tut sie nicht. In der Tat werden nur wenige gerettet und die Mehrheit geht ewig verloren:

Mat 7:13-14
13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt;
und viele sind es, die da hineingehen.
14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt;
und wenige sind es, die ihn finden.

Paulus selbst zeigt uns in 2Kor 5:17-19, dass er den Begriff κόσμος nur sehr eingeschränkt verwendet. Er wollte keineswegs sagen, dass in die ganze Welt (d.h. alle Menschen) mit Gott versöhnt wurde, sondern Paulus selbst zeigt uns, dass er mit „die Welt“ (V.19) auf das „uns“ (Vers 18) verweist. Und mit seinem „uns“ meint Paulus die tatsächlich wiedergeborenen Christen.

2. Beispiel: 1Joh 5:19 (würde lehren, dass Christen immernoch Sklaven Satans sind):

Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet.

Befinden sich tatsächlich „alle Menschen“ (einschließlich den Christen) in der Macht des Bösen? Kann der Böse mit „allen Menschen“ machen was er möchte? Sind „alle Menschen“ so von Satans Macht gebunden, dass sie seine Sklaven sind? Nein! Menschen, die gerettet wurden, wurden die Augen geöffnet, „damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott…“ (Apg 26:18). Und der Verweis auf den Vers, der vor 1Joh 5:19 kommt, sollte genügen, um zu sehen, dass „die ganze Welt“ in V.19 sich nicht auf „alle Menschen“ bezieht, sondern nur auf „alle ungläubigen Menschen“:

1Joh 5:18
Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst, und der Böse tastet ihn nicht an.

3. Beispiel: Off 13:3 (würde lehren, dass wiedergeborene Christen den Antichristen folgen werden)

Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.

Das Verb „verwundern“ in diesem Vers kommt von dem gr. θαυμάζω (thaumazo) und bedeutet „bewundern, ins Staunen geraten, in Bewundern vor einer Sache stehen“. Wie der darauffolgende Vers 14 zeigt, werden jene Menschen das Tier anbeten und ihm nachfolgen – etwas, was kein wahrer Christ tun wird.

Off 13:4
Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?

Betet demzufolge die ganze Erde (d.h. alle Menschen überall) den Antichristen an? Ich denke jeder leser wird zu folgender Schlussfolgerung kommen: das gr. κόσμος kann auch an dieser Stelle alle Menschen auf der Erde meinen, denn wahre Christen werden ihre Knie nicht vor dem Satan beugen.

4. Beispiel: Joh 7:7 (würde lehren, dass ausnahmslos alle Menschen Jesus hassen werden, aber nicht die Apostel)

Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie; denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind.

Würde das gr. κόσμος an dieser Stelle auch „alle Menschen“ bedeuten, dann lesen wir den Text so: „Alle Menschen können euch nicht hassen, mich aber hassen alle Menschen, denn ich bezeuge von allen Menschen, dass ihre Werke böse sind“. Es muss dem Leser aufleuchten, dass das gr. κόσμος sich an dieser Stelle nicht auf „alle Menschen“ ausdehnt, sondern nur auf alle ungläubigen Menschen, die dem Evangelium nicht gehorchen wollen und sich weigern dem Herrn Jesus Glauben zu schenken. Hier bezieht sich das gr. κόσμος ausnahmlos auf die böse und gottlose Welt, genau wie in Joh 15:19 auch.

5. Beispiel: Joh 16:8 (würde lehren, dass alle Menschen gerettet werden durch den Heiligen Geist)

Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht.

Auch dieses Beispiel zeigt, dass „die Welt“ nicht „alle Menschen“ meinen kann, denn wie wir vorher gesehen haben (z.B. Mat 7:13-14) werden nur wenige gerettet und viele gehen verloren. Demnach kann Joh 16:8 auch nicht bedeuten: „Und wenn jener kommt, wird er alle Menschen überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht“. Die Mehrheit der Menschen lassen sich nicht davon überführen oder überzeugen, dass sich die Dinge so verhalten, wie der Geist Gottes es anhand der Schrift zum Beispiel bezeugt. Mit „die Welt“ in Joh 16:8 können daher nur jene Gruppe gemeint sein, die tatsächlich zum Glauben kommen wird, denn sie sind es, die von ihrer Sünde und von der Gerechtigkeit Gottes und vom Gericht überführt wurden.

So kommen wir nun zu der Schlussfolgerung, dass das gr. κόσμος niemals an allen Stellen immer nur eine Bedeutung haben kann. Es bedarf der genauen Betrachtung des Textes, Kontextes und Grundtextes, und vor allem brauchen wir andere Bibeltexte, die die Bedeutung einer Aussage unterstützen, wenn wir sicher gehen wollen, dass wir einen Text nicht falsch auslegen. Jedem Leser wird nun auffallen, dass Joh 3:16 neu betrachtet werden muss, um herauszufinden, worauf sich „die Welt“ in Vers 16 bezieht. Und eine genauere Betrachtung von Joh 3:17 wird uns sehr helfen zu verstehen, worauf sich „die Welt“ in V.16 bezieht, wenn berücksichtig, worauf sich „die Welt“ in V.17 bezieht.

4. BETRACHTUNG – Joh 3:17

Würde man wieder in den Ausdruck „die Welt“ hineinlesen, dass „alle Menschen“ gemeint sind, dann lesen wir: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er alle Menschen richte, sondern damit alle Menschen durch ihn gerettet werde“. Die letzte Betrachtung beschäftigt sich mit den Aussagen in Joh 3:17 hinsichtlich der Zeitformen, in der einige Worte stehen:

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt (3.Person, Singular, Aorist), damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde (3.Person, Singular, Aorist).

„Der Aorist beschreibt Vorgänge in der Vergangenheit, die als individuelle einmalig abgeschlossene Handlungen, also punktuell, betrachtet werden. Er kennzeichnet eine einmalige, abgeschlossene Handlung, mit einem klar abgegrenzten Anfang und Ende.“ (Wikipedia). Was auch immer durch den Aoristen ausgedrückt wird, es handelt sich nicht um eine mögliche Wiederholung, sondern um ein abgeschlossenes Ereignis. Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt – das war eine einmalig abgeschlossene Handlung. Dann sagt Jesus, dass „die Welt“  durch ihn gerettet werde – dass heißt, die Erlösung der Welt ist eine abgeschlossene Handlung, die nicht mehr wiederholt wird. Wer auch immer gerettet werden wird in dieser Welt, er wurde am Kreuz bereits vor zweitausend Jahren gerettet. Der Beweis, dass jemand am Kreuz damals gerettet wurde, zeigt sich daran, dass Sünder sich heute durch die Verkündigung des wahren Evangeliums und durch das Werk der Überführung durch den Heiligen Geist für Jesus öffnen und in Buße und Glauben zu Ihm kommen. Das werden all die Menschen sein, die der Vater vor Grundlegung der Welt erwählt hat, dass Er sie seinem Sohn gebe:

Joh 6:44
Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 

Joh 6:37
Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Nicht alle Menschen, die zu Jesus kommen, kommen auch weil sie vom Vater gezogen werden, sondern sie kommen aus falschen Motiven mit unaufrichtigen Herzen. Ein Beispiel solcher Menschen finden wir in dem Gleichnis vom Sämann, wo Menschen zwar kurze Zeit glauben, aber dann abfallen (Luk 8:13). Dass sie abfallen, beweist, dass sie nie echt waren. Wir lesen zum Beispiel in Apg 8:13 von einem Mann, der zwar auch der Verkündigung des Philippus glaubte und sich taufen ließ, aber als Petrus auf seine Worte hörte, wusste er, dass dieser Zauberer unaufrichtig war und nicht gerettet wurde (Apg 8:18-23). Simon, der Zauberer, gehörte demnach nicht zu denen, die der Herr Jesus aus der Hand seines Vaters empfangen würde. Dies bestätigt uns die Schrift ebenso, dass nur jene, die erwählt sind, zum Glauben kommen werden:

Apg 13:48
…und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.

Doch weil wir nicht wissen, wer alles erwählt ist und wer nicht, müssen wir jeden Menschen als potenziellen „Erwählten“ betrachten und ihm schonungslos das Evangelium von Christus verkünden, auch wenn wir wieder und wieder nur auf steinerne Herzen treffen und nur in den seltensten Fällen auf ein fleischernes Herz (Hes 36:26). Die Lehre der Erwählung wird oft abgelehnt, weil der sündige Mensch nicht verstehen kann, wie Gott den einen retten und den anderen verloren gehen lassen kann. Doch nur die wenigsten denken daran, dass das Evangelium nicht umsonst „das Evangelium der GNADE Gottes“ (Apg 20:24) genannt wird. Gott muss niemanden retten und kein Mensch hat den Anspruch darauf gerettet zu werden. Währen wir von Geburt an alle „Kinder Gottes“, so wäre Gott, als Vater verpflichtet, allen seinen Kindern das gleich und gute zu gewähren. Wenn alle Menschen Kinder Gottes von Geburt an währen, dann wäre Gott ungerecht, wenn er die eine Hälfte seiner Kinder ins Gefängnis sperrt und sie bestraft, und die andere Hälfte zu sich nimmt und ihnen das Beste gewährt, was Er hat. Doch wir sind von Geburt an Kinder des Teufels und nur durch den Glauben an Jesus Christus werden wir zu seinen Kindern (vgl. Joh 8:44; Joh 1:12; 1Joh 3:10).

Laut Joh 3:17 ist die Errettung der Welt eine einmalig abgeschlossene Handlung. Jesus ermöglichte nicht Erlösung, Er erlöste in der Tat! Das verkennen ebenfalls viele. Viele denken, Jesus starb für alle Menschen und „ermöglicht“ allen Menschen gerettet zu werden. Und wenn jemand das nicht beansprucht, was Jesus für ihn getan hat, hat sein Erlösungswer keine Auswirkung auf sein Leben. Doch der Grundtext gibt uns keine Möglichkeit das Werk der Erlösung so anzusehen, als wäre es möglich „alle“ zu retten. Derjenige, für den Jesus am Kreuz stellvertretend starb, wird auch zum Glauben kommen, wenn er durch den Geist Gottes und die Predigt vom Evangelium überführt wird von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Dasselbe, wovon Jesus sprach, schreibt auch Apostel Paulus:

Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten (Aorist), von denen ich der größte bin.

Nur Verse aus dem Kontext gerissene Verse (wie 1Joh 2:2) werden angeführt von denen, die die Lehre der Erwählung leugnen und ablehnen:

…und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

Johannes schrieb an Judenchristen, und Juden teilten die Welt in „Juden“ und „Heiden“ ein. Johannes will den Juden unter den Gläubigen in Erinnerung bringen, dass Christus nicht nur für die Sünden der „Juden“ starb, sondern auch für die Sünden der „Heiden“. Und die ganze Welt der Heiden, mit ihren verschiedenen Sprachen, wird mit dem Begriff „die Welt“ zusammengefasst (siehe Röm 11:12). Somit will Johannes, dass seine Leser begreifen, dass auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben wurde und Christus somit auch das Sühnopfer für die Sünden „der ganzen Welt“ (d.h. auch für die verschiedensten Menschen auf der Erde) ist und nicht nur für „die Juden“ allein. Wäre Jesus individuell für alle Menschen gestorben, einschließlich derer, die verlorengehen, dann entstehen schwere Widersprüche zu anderen Aussagen in der Schrift (z.B. Mat 20:28; Mat 26:28; Heb 9:28; denn dort wird gesagt, dass Jesus sein Leben für „viele“ gab, aber keineswegs für „alle“).

ZUSAMMENFASSUNG

So sollte Joh 3:14-17 korrekt in unseren Bibeln stehen:

14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, genauso muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat,
16 denn genauso hat Gott die Welt [d.h. die Erwählten] geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat,
17 denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt [d.h. die Erwählten] richte, sondern damit die Welt [d.h. die Erwählten] durch ihn [tatsächlich] gerettet werde.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s