Ist Jesus Gottes Sohn?

Muslime glauben, es gibt nur einen Gott. Es sind keine Götter außer Gott. Sie behaupten, Christen glauben an mehr als einen Gott, auch wenn sich Christen zum Monotheismus bekennen. Gespräche zwischen Muslime und Christen scheitern ständig an der Sohnschaft von Jesus. Christen bezeugen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Muslime hingegen leugnen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Beide Gruppen stimmen darüber ein, dass sie sich einander widersprechen. Jeder ist sich sicher, dass der andere falsch liegt. Jedoch gibt es nur eine von drei Möglichkeiten. Erstens, die Christen haben Recht. Zweitens, die Muslime haben Recht. Drittens, keiner von beiden hat Recht. Ich schäme mich nicht zu behaupten, dass es die Christen sind, die Recht haben, denn sie stimmen mit den Aussagen der Schrift überein, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

Haben Christen verstanden, was die Sohnschaft von Jesus für Muslime bedeutet und warum sie dies ablehnen? Haben Muslime verstanden, was die Sohnschaft von Jesus für Christen bedeutet und warum sie dies bezeugen? An dieser Stelle möchte ich zeigen, was die Bibel meint und was sie nicht meint, wenn sie sagt, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

Der Begriff »Sohn« hat mehrere Bedeutungen in der Heiligen Schrift

1.) »Sohn« bezieht sich biologisch auf Ursprung, Herkunft oder Abstammung. »Adam erkannte seine Frau Eva und sie wurde schwanger und gebar Kain.« (1.Mose 4,1) Deshalb ist Kain der Sohn von Eva, weil er ein biologische Nachkomme von Eva ist.

2.) »Sohn« kann sich jedoch ebenso auf eine intime Beziehung zu jemand oder etwas beziehen. Auf diese Weise wird die Gleichsetzung mit jemand oder etwas zum Ausdruck gebracht. »O du Sohn des Teufels, voll von aller List und aller Bosheit.« (Apostelgeschichte 13,10). War Elymas ein biologischer Nachkomme des Teufels? Nein. Weil er jedoch »voll von aller List und aller Bosheit« gewesen ist, vermittelt Paulus mit seinem Ausdruck »Sohn des Teufels« die Gleichsetzung mit dem Teufel im Bezug auf die in Elymas innwohnende List und Bosheit.

Da der Begriff »Sohn« je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen hat, stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob sich Jesus’ Titel »Sohn Gottes« auf seine biologische Herkunft bezieht oder auf seine Gleichsetzung mit Gott. Die Antwort auf diese Frage hat das Potenzial die endlosen Debatten zwischen Christen und Muslimen zu beenden.

Ein anschauliches Beispiel für die unterschiedliche Verwendung des Begriffes »Sohn« in einer Unterhaltung zwischen Jesus und den Juden in Johannes 8,31-47

Als Jesus mit den Juden sprach, sagten sie einmal zu ihm: »Wir sind Abrahams Same.« (Johannes 8,33).

Der Ausdruck »Same« steht bildhaft für Söhne oder Nachkommen. Damit betonten sie, dass sie Abrahams leibliche Söhne sind. Von Abraham abzustammen rettet jedoch keinen Sünder vor dem gerechten Zorn Gottes. Jesus erwähnte dies an anderer Stelle: »So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater!« (Lukas 3,8).

Jesus entgegnete auf ihre Aussage: »Ich weiß, dass ihr Abrahams Same seid!« (Johannes 8,37). Als die Juden einsahen, dass ihnen ihre biologische Abstammung von Abraham keine Sicherheit bietet und diese sie nicht von ihren Sünden rechtfertigt, änderten sie ihre Aussage ein wenig: »Abraham ist unser Vater!« (Johannes 8,39). Sie hätten auch sagen können: »Wir sind Abrahams Söhne!« Die Bedeutung wäre identisch. An dieser Stelle entfaltet sich nun die zweite Bedeutung des Begriffes »Sohn« – nämlich die Wesensgleichheit. Nun beanspruchten die Juden, dass die Art und Weise wie sie leben der Art und Weise des Lebens von Abraham gleicht. Sie wollen damit sagen, dass sie nichts anderes tun als auf Gottes Wort zu hören und danach zu handeln. Jesus durchschaute ihren Anspruch, ging auf ihn ein und stellte ihn auf die Probe.

»Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun.« (Johannes 8,39)

Würden die Juden tatsächlich Abraham gleich sein in ihrem Leben, so würden sie nach Jesus die gleichen Werke wie er tun. Jesus redete nicht lange um den heißen Brei und kam sofort zum Punkt:

»Nun aber sucht ihr mich zu töten […] das hat Abraham nicht getan.« (Johannes 8,40)

Abrahams echte Söhne würden handeln wie er und seinen Glauben und seinen Gehorsam teilen. Anstatt in Abrahams Fußstapfen zu treten und dem Wort Gottes mit Glauben und Gehorsam zu begegnen hatten sie etwas völlig anderes im Sinn:

»Ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch.« (Johannes 8,37)

»Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe; das hat Abraham nicht getan.« (Johannes 8,40)

Somit kommt Jesus zu dem Schluss, dass ihre Werke in völligem Widerspruch zu Abrahams Werken standen. Ihre Werke glichen nicht den Werken Abrahams, sondern den Werken eines anderen:

»Ihr tut die Werke eures Vaters […] ihr habt den Teufel zum Vater.« (Johannes 8,41.44)

Der Gegensatz könnte nicht klarer sein. Abraham hieß jene willkommen, die von Gott gesandt wurden, um ihm Gottes Wort zu verkünden. Er hasste sie nicht und wollte sie auch nicht töten. Die Juden jedoch hießen Jesus, der von Gott gesandt wurde, nicht willkommen, sondern hassten ihn und wollten ihn töten. Nachdem Jesus die Juden Schritt für Schritt bloßgestellt hatte, erhoben die Juden in ihrer Wut einen anderen Anspruch. Diesmal gehen sie bis zum Maximum und sprachen: »Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben einen Vater: Gott!« (Johannes 8,41). Auf diesen Anspruch geht Jesus direkt ein und zeigt, dass der Gott an den sie glauben in Wirklichkeit nicht der eine wahre Gott ist: »Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.« (Johannes 8,42-47).

Bis an diese Stelle konnten die Juden ihren Hass verbergen. Doch nachdem Jesus sie mit der bittersten Wahrheit konfrontiert hat, konnten die Juden ihren Hass und ihre Verachtung nicht länger zurückhalten. In diesem Moment begann die Mauer eines riesigen Stausees zu brechen und eine riesige Welle der Verachtung bahnte sich ihren Weg aus ihrem Herzen. Ganz so wie Jesus sagte: »Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.« (Matthäus 12,34). Nun konnten die Juden sich nicht länger zügeln und begannen damit ihrer Verachtung freien Lauf zu lassen: »Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?« (Johannes 8,48). Zur damaligen Zeit gab es unter den Juden keine schlimmere Art jemanden zu verachten als ihn »Samariter« zu nennen. Der Grund hierfür ist einfach.

Die Samariter waren ein Mischvolk (Juden und Heiden ineinander vermischt) – sowohl religiös als auch von der Rasse her! Laut Johannes 4,9 hatten Juden und Samariter keine Gemeinschaft miteinander. Sie waren erklärte Gegner. Flavius Josephus, ein Geschichtsschreiber teilte uns mit, dass zwischen ihnen ein unglaublicher Hass gewaltigen Ausmaßes herrschte. Kleinste Anlässe lösten fast bürgerkriegsähnliche Zustände aus mit viel Blutvergießen. Juden und Samariter betrachteten sich gegenseitig als Abtrünnige und Hunde. Israeliten beteten in Jerusalem an und Samariter am Berg Garizim. Das Wort »Samariter« war für jüdische Ohren ein schlimmes Schimpfwort.

Und um die Verachtung unüberbietbar zu machen, erwähnten die Juden am Ende noch, dass nicht lediglich ein Samariter sein soll, sondern ein Samariter mit einem Dämon. Jesus sah ihren leidenschaftlichen Hass und ihre Bereitschaft ihn auf der Stelle zu töten. Sie hassten Jesus, ohne dass er ihnen jemals einen Grund dafür gegeben hatte (vgl. Johannes 15,25). So wie man früher schon die Propheten Gottes verfolgte und tötete, so verfolgten die Juden den Sohn Gottes mit demselben Begehren ihn zu töten.

Dieses Beispiel veranschaulicht beide Bedeutungen des Begriffes »Sohn.« Sowohl Abstammung als auch Wesensgleichheit kommt darin unmissverständlich zur Geltung. Bezieht sich Jesus’ Titel »Sohn Gottes« nun auf seine biologische Herkunft  oder auf seine Gleichsetzung mit Gott?

Beispiele aus der Bibel über Jesus als den Sohn Gottes

Nennt sich Jesus »Gottes Sohn«, weil er den Anspruch erhob Gottes leiblicher Sohn durch Fortpflanzung zu sein oder nennt sich Jesus »Gottes Sohn«, weil er den Anspruch erhob mit Gott gleich zu sein? Nun, hierzu muss man von Genesis bis zur Offenbarung lesen und alle Bücher zusammenfassend für sich sprechen lassen. Das jedoch ist dem Muslim verboten.

1.) In Hebräer 1,1-4 lesen wir:

»Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.«

Diese Passage betont, dass der Sohn kein leiblicher Nachkomme von Gott ist. Er wird Sohn genannt, weil er die »Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens« ist. Schauen wir uns die Formulierung »Ausdruck seines Wesens« etwas genauer an.

χαρακτηρ της υποστασεως

charakter tes hupostaseos

Ausdruck seines Wesens

Das gr. charakter bedeutet »exakter Ausdruck einer Person oder Sache« oder »eine genaue Nachbildung in jeder Hinsicht.« Das gr. hupostasis bedeutet »das wirkliche Wesen (im Gegensatz zum Scheinbaren)« oder »Substanz« oder auch »Wirklichkeit.« Fassen wir beide Aussagen noch einmal zusammen, so sagt die Bibel an dieser Stelle, dass Jesus Christus die genaue Nachbildung  von Gottes wirklichen Wesens ist. Er verkörpert demnach die Substanz oder die Wirklichkeit Gottes. Der Sohn ist also der exakte Ausdruck von Gottes wesentlichen Eigenschaften.

2.) In Johannes 5,1-16 finden wir die Begebenheit, in der Jesus einen Kranken heilte. Die Juden wollten Jesus dafür töten, denn nach ihrer falschen Auffassung durfte man an einem Sabbat niemanden heilen. So weit waren die Juden schon von der Wahrheit abgeirrt, dass sie nicht mehr wussten, wofür der Sabbat eigentlich gegeben wurde. Für die Juden damals war der Sabbat nicht mehr als das bloße Einhalten bestimmter von Menschen gemachten Regeln, die jedoch mit Gottes Geboten nichts mehr gemeinsam hatten (vgl. Matthäus 12,1-13; Markus 2,23-28; Lukas 6,1-11). Jesus sprach zu den Juden:

»Mein Vater wirkt bis jetzt und ich wirke auch.« (Johannes 5,17)

Wie die Juden sich mit ihrer Aussage »Abraham ist unser Vater« Abraham gleichstellten, so stellte sich Jesus mit der Aussage »mein Vater« Gott gleich. Dieser gewaltige Anspruch entging den Juden keineswegs, denn sie versuchten von da an noch viel mehr »ihn zu töten, weil er Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleichmachte« (Johannes 5,18).

3.) In seiner längeren Rede (Johannes 10,1-30) nannte Jesus mehrfach Gott seinen Vater. In den Augen der Juden, die den Messias ablehnten, war dies jedoch Gotteslästerung. Die einzig angemessene Strafe für diese vermeintliche Gotteslästerung war sofortige Steinigung (Johannes 10,31). Nachdem sie bereits die Steine in den Händen hielten antwortete Jesus:

»Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?« (Johannes 10,32)

Die Juden antworteten: »Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!« (Johannes 10,33). Wenn man die Rede, die Jesus hielt, genauer untersucht, dann ist es nicht nur die Aussage, dass Gott sein Vater ist, die Jesus zu Gott macht (Johannes 10,25.29), sondern auch noch andere. Jesus gibt, was nur Gott geben kann: ewiges Leben (Johannes 10,28). Jesus und der Vater sind eine Einheit (Johannes 10,30). Jesus ist der Sohn Gottes ungeachtet wie viele Gegner des Christentums behaupten, Jesus hätte niemals beansprucht Gott zu sein. Nicht umsonst ist das Johannesevangelium so reich an Beispielen dafür, dass Jesus der Sohn Gottes ist, denn Johannes verfasste es mit der Absicht, dass alle erkennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist (vgl. Johannes 20,31). Gegner des Christentums sind daher gezwungen die Bedeutung von Johannes 5,18 und Johannes 10,33 so zu verdrehen, dass die Texte alles mögliche bedeuten, nur nicht das, was die Texte bedeuten.

Ein häufiger Einwand von Muslimen

In der Debatte bringen Muslimen immer wieder die gleichen Einwände vor. Einer der berühmtesten ist der Verweis auf das Geschlechtsregister im Lukasevangelium. Dort heißt es, dass Jesus genauso Gottes Sohn genannt wurde wie Adam ebenfalls Gottes Sohn genannt wurde.

[…] des Enosch [Sohn], des Seth [Sohn], des Adam [Sohn], Gottes [Sohn]. (Lukas 3,38)

Adam, der erste Mensch, wird in einem Geschlechtsregister »Gottes Sohn« genannt, weil er seinen Ursprung durch den gnadenreichen Akt der Schöpfung direkt in Gott hatte. Dabei übersehen die Muslimen einen wichtigen Punkt. Die Tatsache, dass der Ausdruck »Sohn« in einem Geschlechtsregister steht, verlangt danach, dass »Sohn« im Sinne von Ursprung, Herkunft oder Abstammung verstanden werden muss.

Adam mag einzigartig darin, weil er seinen Ursprung direkt in Gott hatte, aber Jesus’ Sohnschaft geht weit über die Adams Sohnschaft hinaus. Jesus als Sohn Gottes weist eine Präexistenz vor (Johannes 1,1.14; 6,38.62; 17,5), wie sie Adam nicht aufweist. Allein der Text des Neuen Testamentes genügt um zu erkennen, dass Jesus weit mehr als ein Mensch ist. Dies kann nicht über Adam gesagt werden. Demnach können die Muslimen nicht einfach Lukas 3,38 heranziehen, um den souveränen Titel von Jesus als den Sohn Gottes, der Wesensgleichheit mit Gott ausdrückt, mit Adams Titel gleichzusetzen, der in einem Geschlechtsregister Sohn Gottes genannt wurde, weil er seinen Ursprung Gott verdankte.

Eine wichtige Unterscheidung

Betrachten wir zum Schluss noch einmal den Grund, weshalb Johannes sein Evangelium verfasste:

»Diese sind aber geschrieben, damit ihr glaubt, das Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist…« (Johannes 20,31)

Es gibt nur einen Christus und sein Name ist Jesus, der Sohn Gottes. Johannes sagt nicht, dass Jesus ein Sohn Gottes unter vielen ist. Vielmehr sagt er, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Das ist ein wichtiger Unterschied. Diese kleine aber bedeutende Unterscheidung finden wir überall in der Heiligen Schrift verteilt. Aber sie wird von kaum einem wahrgenommen, der gegen das Christentum kämpft. Die Bibel unterscheidet zum Beispiel zwischen den vielen Aposteln und dem einen Apostel – Jesus Christus. Genauso unterscheidet die Bibel zwischen den vielen Hohepriestern und dem einen Hohepriester – Jesus Christus.

»Betrachtet den Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses, Christus Jesus.« (Hebräer 3,1)

Genauso unterscheidet die Bibel zwischen den vielen Propheten und dem einen Propheten – Jesus Christus. Dann ist es auch nichts neues, wenn die Bibel zwischen den vielen Söhnen Gottes unterscheidet und dem einen Sohn Gottes – Jesus Christus.

Im Licht von allem, was wir hier gelesen haben, betrachten wir eine Aussage aus dem Koran:

»Er ist Allah, der Einzige…er zeugt nicht und ward nicht gezeugt.« (Sure 112,1.3)

So glaubt ein Muslim, dass Gott keinen Sohn hat. Und ebenso kann kein Sohn sich anmaßen Gott zu sein. Warum? Weil Gott selbst keine Gefährtin hat, mit der er sich fortpflanzt. Daher lehnen die Muslimen es ab, dass Gott einen Sohn hat. Hier an dieser Stelle würde auch ein Christ dem zustimmen, dass Gott sich selbst nicht fortpflanzen kann, da er sowohl ungeschaffen als auch Geist ist (vgl. Hebräer 7,4; Johannes 4,24). Es ist Gotteslästerung sich auch nur vorzustellen, dass Gott eine Frau hat und sich mit ihr fortpflanzt.

Aber erkennen die Muslimen an, dass Christen gar nicht glauben, dass der Titel »Sohn Gottes« sich auf Fortpflanzung bezieht, sondern auf etwas völlig anderes? Lehrt die Bibel, dass Gott eine Frau hat, sich mit ihr fortpflanzt und ihr gemeinsamer Sohn »Jesus« heißt? Nein. Wenn Muslimen Christen der Gotteslästerung beschuldigen, weil sie glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, so tun sie dies zu Unrecht, denn Christen glauben nicht, dass Gott sich mir einer Frau fortpflanzen kann. Jesus Christus trägt nicht den Titel »Sohn Gottes«, weil er ein leiblicher Nachkomme von Gott ist, sondern weil er als Gott, der Sohn, der exakte Ausdruck seines Wesens ist. Jesus von Nazareth wurde nicht Gott, der Sohn, sondern Gott, der Sohn, wurde Jesus von Nazareth.

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